HET FORT VAN SJAKOO - INTERNATIONAL BOOKSHOP

Das ‚Fort van Sjakoo' kaufen!

Der alternative Amsterdamer Buchladen ‚Het Fort van Sjakoo' wurde bis vor kurzem durch eine überdimensionale Mieterhöhung von 900% in seinem Weiterbestehen bedroht. Dank des Einsatzes vieler ist diese Gefahr vorerst gebannt und zur Zeit ist die Rede von einer niedrigeren Mieterhöhung. Auf Dauer ist die einzige realisierbare Möglichkeit jedoch der Kauf des Hauses. Dazu ist natürlich viel Geld nötig. Nur durch die Unterstützung von SympathisantInnen ist es möglich soviel Geld zusammen zu bringen und damit das Weiterbestehen eines politischen Buchladens in Amsterdam zu sichern.

Wer und was?
Bereits seit 1977 gibt es das ‚Fort van Sjakoo' in der Jodenbreestraat 24 in Amsterdam. Dieses Haus war zwei Jahre eher besetzt worden aus Protest gegen den Abriss, um dann dort ein Bürogebäude zu errichten. Es wurde von den BesetzerInnen bewohnbar gemacht und im Erdgeschoß ein Buchladen eingerichtet. Der Widerstand der BesetzerInnen war erfolgreich: das Haus wurde nicht abgerissen. Ende der achtziger Jahren kaufte die Gemeinde das Gebäude für einen Spottpreis von einem Spekulanten und die BewohnerInnen und der Buchladen wurden MieterInnen.

Inzwischen gibt es das ‚Fort' bereits seit rund 25 Jahren und die ganze Zeit wird es getragen von einem Kollektiv von (wechselnden) Freiwilligen. Aus prinzipiellen Gründen wollte das ‚Fort' nie von staatlichen bzw. Gemeinde-Subventionen abhängig sein und bis heute hat es immer geklappt und konnten wir alle Unkosten bezahlen. Das Ziel des ‚Forts" ist es nicht Profit zu machen, sondern allerlei Informationsformen zur Verfügung zu stellen, die anderswo nicht zu finden sind. Im ‚Fort' gibt es eine breite Skala politisch linker, gesellschaftskritischer, avantgardistischer, künstlerischer, aufrührerischer, kurioser, umweltfreundlicher und sonstiger interessanter Publikationen, wonach man/frau in regulären Buchladen oft vergeblich sucht. Das Fort bietet einen Distributionspunkt für in Eigenverlagen herausgegebenen Publikationen, Musik von kleinen Labels, T-Shirts, Aufnäher usw. Menschen aus dem ganzen Land und dem Rest der Welt kennen und besuchen das ‚Fort van Sjakoo'.

Bedrohung
Seit 1977 ist viel verändert. Das Zentrum von Amsterdam wurde aufgemöbelt, um es für reiche Menschen attraktiv zu machen. Diese Entwicklung hat auch auf die Jodenbreestraat abgefärbt. Außerdem hat die Gemeinde Amsterdam ihren Besitz an Häusern zu einem großen Teil privatisiert, worunter das WBA, die Gesellschaft die das "Fort" Vermietet. Dies hatte zur Folge, dass die WBA das ‚Fort van Sjakoo' eine so genannte ‚marktkonforme' Miete bezahlen lassen wollte. In der Praxis bedeutete dies eine Mieterhöhung von 900%. Eine Mieterhöhung, die wir nicht bezahlen können und wollen.

Nach dem bekannt werden dieser Mieterhöhung erhob sich ein Sturm von Protesten. Wütende BuchhändlerInnen, VerlegerInnen, NachbarInnen, BesetzerInnen, BibliothekarInnen und viele andere äußerten sich, alle auf eigene Weise, kritisch gegenüber der Eigentümerin WBA. Auch der Stadtrat von Amsterdam bekam eine Menge Kritik ab Die Politik sorgt dafür, dass es im Stadtzentrum keinen Platz mehr gibt für kleine Betriebe, nicht kommerzielle Initiativen. Das ‚Fort van Sjakoo' ist nämlich nicht die einzige Initiative, die mit hohen Mieterhöhungen konfrontiert wird.

Ankauf
Das Ergebnis des Protestes und der sich daran anschließenden gesellschaftlichen Diskussion war ein Angebot des Eigentümers : eine (vorläufig) geringere Mieterhöhung und die Möglichkeit des Ankaufs des Forts. Wir haben diese Mieterhöhung vorläufig akzeptiert, weil es uns die einzige Möglichkeit scheint, um auf jeden Fall noch einige Zeit auf der heutigen Adresse bleiben zu können. Außerdem war für uns ein bezahlbarer, geeigneter Ladenraum in Amsterdam nicht mehr zu finden. Auf Dauer ist die steigende Mieterhöhung jedoch unbezahlbar und die einzige Möglichkeit, den Laden weiter bestehen zu lassen, ist leider der Ankauf des Hauses. Natürlich ist das Kaufen von Häusern durch nichtkommerzielle politische Initiativen keine ‚Lösung'; nicht alle vom Spekulationswahn betroffenen Gruppen haben die Möglichkeit, einen Ankauf überhaupt auch nur in Erwägung zu ziehen - mit allen Konsequenzen davon. Unsere Entscheidung wurde dann auch nach langen und schwierigen Diskussionen getroffen.

Wenn wir von der Möglichkeit Gebrauch machen wollen den Laden zu kaufen, müssen wir dies vor dem 30. Juni 2003 an die Eigentümerin bekannt geben. Der Zeitdruck, um die Finanzierung rund zu kriegen, ist also hoch und es wird noch die Frage sein, ob wir das schaffen. Der Kaufpreis für die Räumlichkeiten ist rund 200.000 Euro. Am 30. Juni müssen wir einen großen Teil dieser Summe zusammen haben, um entscheiden zu können, ob ein Ankauf reell ist. Wenn wir den ganzen Betrag von einer Bank leihen, würde uns das finanziell auf Dauer ruinieren. Wichtiger Bestandteil unseres Ankaufplans sind daher Spenden von sympathisierenden Organisationen und Individuen. Um viel Geld zusammen zu kriegen, werden wir in der nächsten Zeit in verschiedenen Städten Informationsveranstaltungen und Benefits organisieren.

Helft mit!
Natürlich können wir nicht alles selbst tun. Wir hoffen dann auch, dass viele andere mithelfen, Geld einzusammeln, Benefizfeste zu organisieren oder auf andere Weisen zum Ankauf des Hauses beitragen. Lebt einen Monat von Wasser und Brot, beraubt die nächste Bank, stoppt mit Rauchen oder denkt euch was besseres aus, jede Idee, jeder Beitrag ist willkommen. Wir werden natürlich alle, die etwas beigetragen haben, über den aktuellen Stand des Ankaufs informieren.

Wenn der Ankauf nicht stattfindet, und das wird im Juli 2003 deutlich, kriegt ihr euer Geld zurück. Es ist also schon wichtig, dass ihr euren Namen und eure Adresse mitteilt, wenn ihr eine Bargeldspende macht. Anonyme Spenden werden wir, falls der Ankauf nicht klappt, einer vergleichbaren Initiative schenken.

Ihr könnt Geld überweisen auf unser deutsches Bankkonto bei der Postbank Köln auf den Namen ‚S. Hänschen' in Amsterdam Kontonummer 3419345 (Bankleitzahl 370 100 50), unter Vermeldung von ‚Spende Ankauf'.

Mit den Adressen wird selbstverständlich äußerst sorgfältig umgegangen und sie werden auch nicht an Dritte weitergegeben! Außerdem gibt es noch die Möglichkeit uns ‚größere' Beträge leihweise zur Verfügung zu stellen.

Mit eurer Unterstützung bleiben wir hier noch lange!

Vergeßt auch nicht, ab und zu auf unsere Website zu gucken: http://www.fortvansjakoo.nl und uns in der Jodenbreestraat 24 in Amsterdam zu besuchen.

Falls ihr noch Fragen habt: Ihr erreicht uns am besten über unsere E-Mail-Adresse fortaankoop@planet.nl.

Het Fort van Sjakoo
Jodenbreestraat 24
1011 NK Amsterdam
Telefon: +31 (0) 20 6258979
Fax: +31 (0) 20 6203570
E-Mail: fortaankoop@planet.nl
Website: http://www.fortvansjakoo.nl